DAS ENDE von Richard Laymon

Bass und Fayne sind eines der bekanntesten Paare in Sierra County, einem ländlichen Teil der Vereinigten Staaten, wo sich Nachbarn kennen und vertrauen, man die lokalen Sportteams aus Überzeugung unterstützt und das Leben seinen geregelten Gang geht. Nie im Leben hätten die beiden erwartet, was sie zu sehen bekommen, als sie auf dem Silver River bei strahlendem Sonnenschein eine Kanutour machen wollen. Am Strand macht sich ein Mann über eine nackte Frau her. Unschlüssig bleiben sie stehen. Vielleicht sind die beiden ja ein Liebespaar? Da dreht sich der Mann auf den Rücken und gibt den Blick auf die Frau frei. Ihr fehlt der Kopf. Dieser liegt wenige Meter neben ihr. Der Mann entdeckt Bass und Fayne, woraufhin er mit dem Kopf zu fliehen versucht, was ihm auch gelingt. Die örtliche Polizei in Form von Rusty Hodges, dem Inbegriff von archetypischer Männlichkeit, und sein Team nehmen sich des Falles an und können den Mann nach einiger Zeit identifizieren. Er ist aber wie vom Erdboden verschwunden. Eine fieberhafte Suche nach ihm beginnt. Seine erfolgreiche Ergreifung wird umso wichtiger, als der Verdächtige zum Gegenangriff übergeht und versucht die beiden Hauptbelastungszeugen auszuschalten. Dann verschwindet Fayne tatsächlich. Ist sie dem Mörder auch zum Opfer gefallen?

Der Auto Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren. Er studierte englische Literatur und arbeitete nach dem Studium in verschiedenen Jobs, bevor er sich Anfang der 80er Jahre ganz der Spannungsliteratur verschrieb. Bereits mit seinen ersten Werken sorgte er für Furore und wird bis heute von Kollegen wie Stephen King, Dean Koontz und Jack Ketchum sehr geschätzt. Richard Laymon verstarb im Jahre 2001 und gilt heutzutage als Horror- Kultautor, der insbesondere in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien eine treue Leserschaft hat.

Das Buch ist symptomatisch für sein Schaffen. Man trifft auf gut gezeichnete Charaktere, originelle Typen, interessante Schauplätze und ungewöhnliche Wendungen. Gut und Böse sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen. Am Ende kommt es ganz anders als erwartet. Der Autor setzt gezielt Dialoge ein und steigt wie in den meisten seiner Werke direkt ins Geschehen ein. Diese Vorgehensweise verleiht dem Handlungsverlauf ein rasantes Tempo und gleicht einer nervenaufreibenden Achterbahnfahrt. Hinzu kommen die für Laymon typischen Anspielungen erotischer Natur. Die Sprache ist hierbei teilweise deftig, aber nie niveaulos. Diese Kombination von Horror und Erotik sorgte gerade zu Beginn seines Schaffens für Aufsehen, da es in den prüden Staaten unüblich und spektakulär war.  Wer auf ein hohes Erzähltempo, rasante Wendungen und einen direkten deftigen Schreibstil steht, dem kann der Autor uneingeschränkt empfohlen werden. Von der ersten bis zur letzten Minute ist „Das Ende“ ein packendes Leseerlebnis, das man nicht eine Sekunde bereut. Wie heißt es in Fankreisen: Laymon kills! Dieser Spruch ist mehr als wahr.

Erhältlich als Taschenbuch und e-book

Erschienen im Heyne Verlag

Veröffentlicht am 12. März 2018

ISBN: 978-3-4536-7714-2

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