DIE BLÜTENSAMMLERIN von Petra Durst-Benning

Zwischen den Allgäuer Bergen, Massen an Heu und Kräutern und urigen bayrischen Hütten liegt das kleine Örtchen Maierhofen. Frisch aus dem Tiefschlaf „geküsst“, entwickelt sich der Ort langsam zum Paradies für Feinschmecker. Aber diese Veränderungen hat nicht für alle nur Glück mitgebracht. Christine wurde von ihrem Mann verlassen und steht nun vor der Frage, wie es mit ihr weitergehen soll. All die Jahre hat sie sich um die Familie und das Zuhause gekümmert, aber nun keinen Job und ist auf das Geld ihres Noch-Ehemannes angewiesen. Der jetzt ihr wunderschönes Haus und Christines Ein und Alles verkaufen möchte. Als ihre Schwester Erika aus Hamburg zu Besuch im Allgäu ist, kommt Christine auf die Idee, ihr neues Single-Leben und die neuen Entwicklungen rund um ihren Heimatort miteinander zu verbinden. Sie bietet Single-Wochenenden für Feinschmecker an. Dazu bietet sie die Zimmer in ihrem Haus als Unterkunft an, verköstigt ihre Gäste mit selbst gemachten Gerichten und organisiert für sie Besuche bei Bäckereien, einer Sennerei und anderen kulinarischen Geschäften in Maierhofen. So könnte sie die Schönheit des Allgäus zeigen, hätte endlich wieder eine Aufgabe; könnte Geld sammeln, um ihr Haus zurückzukaufen und vielleicht dem einen oder anderen Gast in Sachen Liebe auf die Sprünge helfen. Wenn, ja wenn das kleine Wörtchen „wenn“ nicht wäre…

Da ich selbst über ein Jahrzehnt lang jeden Herbst im Allgäu verbracht habe und auch so manchen Sommer, kenne ich den Charme und die Schönheit dieser Gegend. Schon allein aus diesem Grund musste ich das Buch lesen. Zudem geht es um eine weitere meiner Leidenschaften – Kochen und Essen :-). Am Anfang musste ich mich in die Geschichte kämpfen. Die Geschehnisse laufen etwas langsam an und vielleicht hätte es geholfen, die Vorgänger zu diesem Roman zu lesen. Aber die Geschichte wurde auch so spannend. Im Verlauf des Romans lernt man die Charaktere von Christine, ihren Freunden und auch ihren Gästen und ihre jeweiligen bisherigen Erlebnisse besser und detaillierter kennen. Der Roman ist eher ruhig geschrieben, also sehr im Wesen des Allgäus und seiner Bewohner gehalten. Es gibt keine plötzlichen Knaller an Wendungen, was das Lesen aber nicht langweilig gestaltet. Es ist eher entspannend und holt den Leser ab, sich gedanklich auf die Alpwiesen zu begeben, mit den Figuren der Geschichte das Leben wieder zu genießen und den Alltag mit ihren, manchmal noch geheimen, Wünschen zu überdenken. Ich habe das Lesen dieses Buches unheimlich genossen, denn ich konnte einfach super abschalten; wollte immer wissen, wie es mit jedem der Figuren weitergeht, ohne angespannt zu sein, wann ich weiterlesen kann. Diese Geschichte ist einfach Erholung pur.

Erhältlich als Taschenbuch und e-book

Erschienen im Blanvalet Verlag

Veröffentlicht am 20. März 2017

ISBN: 978-3-7341-0012-3

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