LÜBECK – Mehr als nur Matjesbrötchen und Marzipan

Die einen kennen Lübeck nur dank einer seiner Spezialitäten – dem Marzipan. Und davon findet man dort reichlich. Aber die Stadt hat neben dem Holstentor, leckeren Matjesbrötchen und eben dem Marzipan weitaus mehr zu bieten.

Uns hat es bereits zweimal in diese wunderschöne Stadt verschlagen und wenn ich irgendwann einmal in den Norden umziehen müsste – dann nach Lübeck. Die Stadt hat eine wundervolle Altstadt mit tollen historischen Gebäuden wie dem alten Rathaus und dem Lübecker Dom. Aber auch viele kleine Gässchen mit ausgefallenen Geschäften; wunderschöne Gärten und Hinterhöfen, die man besichtigen kann und tolle Restaurants laden zu einem Besuch ein.

Wer die Stadt mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten erkunden möchte, kann sich in der Tourist Info am Holstentor einen Stadtplan kostenlos abholen, mit dem  man problemlos alle Highlights innerhalb einiger Stunden erlaufen kann.

Für eine der größten Sehenswürdigkeiten, sollte man sich aber einen Tag allein reservieren. Das Hansemuseum im nördlichen Teil der Altstadt ist den Besuch mehr als wert. Ein modernes Museum in historischen Gemäuern mit interaktiver Informationswelt versetzen den Besucher in vergangene Zeiten zurück. Das Museum wurde im Mai 2015 eröffnet und ist weltweit das größte Museum zur Hanse. 2017 besuchten 114.000 Personen das Museum. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich das Burgkloster und angrenzend Marstall und Burgtor, drei Orte mit großer historischer Bedeutung für die Stadt Lübeck, die alle einen eigenen Post wert wären.
Die Ortswahl ist nicht verwunderlich. Lübeck war das Zentrum der Hanse. Die Hanse war ein Städtebund zur Förderung und Sicherung des europäischen Handels, der zeitweise in vielen Bereichen eine marktbeherrschende Stellung erringen konnte. Lübeck gilt auch in der historischen Forschung als das Herz und der Puls des Städtebundes. In Lübeck fanden die Hansestädte statt. Lübeck verschickte die Einladungen. Alle anderen Städte mussten dann nach Lübeck reisen. Dieser Ablauf symbolisierte in einer Zeit, in der Symbolik wichtig war, Macht und eine Vorrangstellung. Diese Vormachtstellung verteidigte es auf diplomatischem und kriegerischem Wege für über 350 Jahre vom 14. bis ins 17. Jahrhundert. Aus einer Regionalmacht an der deutschen Ostküste wurde so die wichtigste Metropole im Ostseeraum ohne deren Zustimmung für mehrere Jahrhunderte kaum ein größeres Geschäft getätigt werden konnte. Erst mit dem Bedeutungsverlust und dem Untergang der Hanse in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts verlor auch Lübeck an Einfluss und wurde zur wohlhabenden aber nicht mehr Geschichte schreibenden Stadt an der schönen deutschen Ostseeküste.

Und wer nach der Sightseeing-Tour oder dem Besuch im Hansemuseum dem knurrenden Magen etwas gutes tun möchte, dem sei der Kartoffelkeller zu empfehlen – ein rustikales Restaurant im Keller eines alten Handelshauses mit vielen, sehr leckeren Kartoffelgerichten in einem gemütlichen Ambiente. Es liegt ca. 5 Gehminuten vom Hansemuseum entfernt und ist einen Besuch auf jeden Fall wert.

Hansestadt Lübeck: http://www.luebeck.de/

Hansemuseum: https://www.hansemuseum.eu/

Kartoffelkeller Lübeck: https://www.kartoffel-keller.de/

 

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